Ernährungswende

Die Landwirtschaftsministerin, Ulrike Höfken, setzt sich in Rheinland-Pfalz für eine nachhaltige Lebensmittelproduktion ebenso ein wie für eine zeitgemässe Ernährungsbildung.Ernährung

Dazu gehört die Förderung des tiergerechten und ökologischen Landbaus, die Stärkung der Regionalvermarktung. Aber auch die „Kitakampagne“, mit der Ernährungsbildung bereits in Kindergärten und Kindertagesstätten vermittelt werden soll.

„Fehlentwicklungen wie die maßlose Lebensmittelverschwendung, zunehmende ernährungsbedingte Krankheiten und Welternährungskrise zeigen: Wir brauchen eine Ernährungswende“, erklärte dazu die Ministerin.

Man muss sich das mal vorstellen: Jede Familie wirft jährlich Lebensmittel im Wert von etwa 230 Euro in die Tonne.

Und weiter: Statt 300 Gramm pro Woche, wie es Ernährungsexperten empfehlen, essen die Deutschen rund 1,2 Kilo Fleisch pro Woche und Kopf. Das ist viel mehr, als mit einer nachhaltigen Landwirtschaft und artgerechten Tierhaltung aber auch mit einer gesunden Ernährung vereinbar ist (Höfken).

Daher ist eine Ernährungsbildung wichtig, die den bewussten Umgang mit Lebensmitteln vermittelt.

Zur Ernährungswende gehört aber auch ein Kurswechsel in der Agrarpolitik:

Solange die Massentierhaltung nicht gestoppt ist, wird dazu animiert, über den Bedarf zu kaufen und überschüssige Nahrungsmittel wegzuwerfen.

Und schliesslich: Die Debatte um den Biosprit verneblt die hauptsächlichen Ursachen für Ressourcenverschwendung und Hunger in der Welt. So sorgt der hohe Fleischkonsum und die industrielle Tierhaltung für gigantische Futtermittelimporte aus Schwellen- und Entwicklungsländern. Dort fehlt dann aber die Fläche für den Nahrungsmittelanbau. Quelle: Umweltministerium, Mainz

Green RoundTable disktuiert die Ernährungsproblematik demnächst unter dem Thema
“Alles Bio, oder was…”.

Sagen Sie uns Ihre Meinung hierzu.

 

2 Gedanken zu “Ernährungswende

  1. Das sehe ich genauso. Aber häufig stehen politische Schlagworte am Anfang einer fruchtbaren und weiterführenden Diskussion.
    Für mich ist die (statistisch nachweisbare) stark gestiegene Nachfrage nach “Bio-”Lebensmitteln schon der Anfang einer “Ernährungswende”. Wenn selbst Aldi, Lidl &Co inzwischen ein remarkables Bio-Sortiment haben, dann doch nur weil das Bewusstsein um die Notwendigkeit gesunder Ernährung längst in einer breiten Bevölkerung vorhanden ist.

  2. Die Ernährungswende ist ein typisch politisches Schlagwort.
    Was soll denn daraus folgen?

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